Die Vorwand kostet Tiefe und gibt Ablage zurück
Ein Standardelement macht die Wand um 15 bis 20 Zentimeter dicker, gemessen zwischen
Rohwand und fertiger Fliese; mit flachem Spülkasten von 8 bis 10 Zentimetern Bautiefe sind es gut 12. Der
Unterschied von 8 Zentimetern ergibt auf 2 Metern Wand rund ein Sechstel Quadratmeter.
Im innenliegenden WBS-70-Bad von 3 bis 3,5 m², wie es in Grünau oft vorkommt, ist das
rund ein Zwanzigstel des Bodens.
Im Gegenzug bekommen Sie Ablagefläche. Eine Vorwand auf halber Höhe, also 100 bis 115
Zentimeter hoch, bildet auf ganzer Länge eine 15 bis 20 Zentimeter tiefe Ablage. Raumhoch
gebaut, nimmt sie auch die Leitungen für Waschtisch und Dusche auf. Die Betätigungsplatte,
also die Drückerplatte der Spülung, liegt abhängig vom Element in 100 bis 110 Zentimetern
Höhe und ist ohne Bücken erreichbar.
Zwei Dinge müssen schon im ersten Plan stehen. Die Revisionsöffnung, durch die man bei
einer Reparatur an den Spülkasten kommt, ist unverzichtbar und fällt nur dann nicht auf,
wenn sie vor dem Fliesen eingezeichnet ist. Der Abwasseranschluss sitzt beim Wand-WC 20 bis
25 Zentimeter oberhalb des fertigen Fußbodens, beim Stand-WC mit waagerechtem Abgang auf
rund 18. Wird das Becken an eine andere Wand versetzt, braucht die Abwasserleitung pro Meter
ein bis zwei Zentimeter Gefälle. Im Leipziger Gründerzeithaus mit Holzbalkendecke scheitert
der Umzug meist daran.