Die vier häufigsten Wünsche an das neue Bad
Ganz oben auf der Liste steht die bodengleiche Dusche. In vielen Eigenheimen der Neunziger
steht eine Eckwanne, in der seit Jahren niemand mehr badet, und sie belegt genau den Platz,
der vor dem Waschtisch fehlt. Ab einer Fläche von 80 mal 80 Zentimetern lässt sich darin
duschen, mit 90 mal 90 bleibt Platz für die Ellbogen. Wie der Tausch abläuft, zeigt
Dusche statt Badewanne.
Zweitens ein zweiter Waschplatz. Hat das Bad sieben Quadratmeter oder mehr, bleibt ohne Wanne
meist genug Wand für zwei Becken nebeneinander, und morgens muss niemand mehr warten. Passende
Maße finden Sie unter Waschtisch.
Drittens ein warmer Boden. Dafür legen wir eine elektrische Heizmatte direkt in den
Fliesenkleber; sie trägt nur wenige Millimeter auf und wärmt die Fliese morgens binnen rund
zwanzig Minuten. In Siedlungshäusern mit Holzbalkendecke ist sie die bessere Wahl gegenüber
einer wassergeführten Fußbodenheizung mit eigenem Estrich.
Viertens planen viele Eigentümer schon jetzt für die Zeit, in der Stufen lästig werden.
Dazu gehören eine Dusche ohne Schwelle, ein unterfahrbarer Waschtisch, also einer mit
Kniefreiheit darunter, eine verstärkte Wand für spätere Haltegriffe und eine Türbreite von 80
statt 70 Zentimetern. Während der Sanierung kostet das wenig, nachträglich einen zweiten Umbau.
Beispiele für ein barrierefreies Bad, das wohnlich bleibt,
bringen wir zum Termin mit.
Liegt ein Pflegegrad vor, kann die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro je Maßnahme zuschießen (§ 40
Abs. 4 SGB XI, Stand Oktober 2026). Seit März 2026 fördert außerdem der Freistaat Sachsen bei
dauerhaft eingeschränkter Mobilität 80 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 4.000 Euro,
wenn das Einkommen unter den Grenzen der Förderrichtlinie Wohnraumanpassung liegt. Stellen Sie
beide Anträge, bevor Sie den Auftrag erteilen.