Den größten Gewinn bringt meist der Tausch der Eckwanne gegen eine bodengleiche Dusche. Auf drei bis fünf Quadratmetern nimmt die Wanne den meisten Platz ein, und gebadet wird in vielen Haushalten kaum noch. Der Umbau kostet meist 3.500 bis 8.000 Euro und dauert drei bis fünf Arbeitstage; den Festpreis nennen wir nach dem kostenlosen Ersttermin. Wie er abläuft, lesen Sie unter Dusche statt Badewanne.
Vorher klären wir die Erhaltungssatzung. Weite Teile des Plagwitzer Wohnbestands liegen in einem von zwei sozialen Erhaltungsgebieten: Plagwitz/Kleinzschocher, rechtsverbindlich seit dem 3. April 2022, und Lindenau, rechtsverbindlich seit dem 5. Juli 2020. Zum Gebiet Lindenau gehört der Teil nördlich des Karl-Heine-Kanals bis zur Zschocherschen Straße. In beiden Gebieten braucht auch ein Badumbau ohne Bauantrag eine erhaltungsrechtliche Genehmigung nach § 172 BauGB (Stand Oktober 2026).
Den Antrag nach § 173 BauGB prüft das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung, und es entscheidet innerhalb eines Monats. Ein Bad mit Grundausstattung aus WC, Waschbecken, Wanne oder Dusche und Fliesen gilt als zeitgemäß und wird regelmäßig genehmigt. Nicht erforderliche Änderungen an einem funktionierenden Grundriss gelten dagegen als nicht genehmigungsfähig, und eine Fußbodenheizung prüft das Amt im Einzelfall. Ob Ihre Adresse betroffen ist, klären wir vor dem Angebot.
Ein weiterer Wunsch ist die Waschmaschine im Bad. Dafür braucht es einen Anschluss, einen Ablauf und einen Stellplatz von rund 60 Zentimetern Breite, den wir meist neben der Vorwand oder unter einem Waschtisch ohne Unterschrank finden.
Zuletzt die Vorwand hinter dem WC: Mit Spülkasten baut sie etwa zwanzig Zentimeter tief, flach ab rund fünfzehn, und oben entsteht eine Ablage über die ganze Breite. Für neue Leitungen muss manchmal eine Decke geöffnet werden. Steht Ihr Haus in der Denkmalliste, kann nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz auch ein solcher Eingriff im Inneren genehmigungspflichtig sein, etwa ein Durchbruch durch eine Stuckdecke (Stand Oktober 2026).