Ein Gründerzeithaus folgt eigenen Regeln
In vielen Leipziger Gründerzeithäusern, gebaut zwischen 1871 und 1914, war ursprünglich kein Bad vorgesehen. Es sitzt deshalb oft in einer früheren Kammer oder an der Hofseite neben der Küche, auf meist 3 bis 5 m² und häufig ohne Fenster. Viele dieser Bäder entstanden in der Sanierungswelle, als zwischen 1995 und 2000 rund 11.000 Gründerzeithäuser erneuert wurden. Sie sind heute 25 bis 30 Jahre alt.
Was unter den Fliesen steckt, zeigt erst der geöffnete Boden, und davon hängt die Bauzeit von zwölf bis achtzehn Arbeitstagen ab. Hier geht es deshalb nicht um Fliesenfarben, sondern um die vier Stellen, die über Aufwand und Preis entscheiden: Boden, Leitungen, Luft und Genehmigung. Sind sie geklärt, steht Ihr Gründerzeitbad einem Neubaubad in nichts nach.

