Im Bad entstehen zwei Geräuscharten, und eine dicke Wand bremst nur eine davon. Luftschall sind Stimmen, Föhn und Radio. Körperschall dagegen fragt nicht nach Wandstärken: Der Wasserstrahl prallt gegen die Wannenwand, über das Mörtelbett gelangt die Schwingung in den Estrich, von dort in die angrenzende Wand, und ein Stockwerk tiefer macht die Decke daraus ein hörbares Geräusch. Der Weg ist oft weit. Gehört wird die Dusche nicht selten zwei Zimmer und ein Geschoss entfernt, während direkt nebenan Ruhe herrscht.
Schallschutz im Bad ist deshalb weniger eine Frage des Dämmstoffs als eine Frage der Trennstellen. Alles, was Wasser führt oder trägt, braucht eine elastische Trennung zum Rohbau: Wanne und WC, Duschfläche und Estrich, dazu jedes Rohr samt Schelle. Fehlt eine davon, helfen die anderen kaum, denn schon eine feste Verbindung gibt den Schall weiter. Im fertigen Bad sieht man sie nicht.
