Hinter dem Putz liegen Leitungen aus mehreren Jahrzehnten, unter dem Bad eine Holzbalkendecke mit Schüttung, und über dem Keller sitzt oft eine Kappendecke aus Stahlträgern und Ziegelgewölbe.
Leitungen aus mehreren Epochen
Kaum eine Leutzscher Villa hat ihre Installation aus einem Guss. Zentralheizung, Warmwasser und weitere Bäder kamen nach und nach dazu, deshalb liegen in einer Wand oft verzinkter Stahl aus der Nachkriegszeit, Kupfer aus der letzten Modernisierung und schlimmstenfalls ein Rest Blei. Nach der Trinkwasserverordnung mussten Bleileitungen bis Anfang 2026 ausgetauscht oder stillgelegt sein, Anfang 2028 sinkt der Grenzwert auf 0,005 Milligramm je Liter. Finden wir beim Öffnen ein Bleirohr, kommt es heraus; der Betrag dafür steht vorher als Vorbehaltsposition im Angebot.
Zwei weitere Punkte fallen in großen Häusern häufiger an. Der eine ist der Weg des Warmwassers: Liegen zwischen dem Speicher im Keller und dem Waschtisch unter dem Dach 20 Meter Leitung, laufen morgens einige Liter kalt in den Abfluss, bevor es warm wird. Eine Zirkulationsleitung beendet das, und sie ist am günstigsten, solange die Wand ohnehin offen steht.
Der andere ist der Druck im obersten Geschoss, denn innen zugesetzte Stahlrohre liefern dort weniger, als eine Regenbrause braucht. Beides sehen wir beim ersten Termin, und beides steht danach mit Betrag in der Kalkulation.
Balkendecke und Bodenaufbau
In den Wohngeschossen tragen Holzbalkendecken mit Einschub und Schüttung. Für das Bad heißt das zweierlei: Die Höhe ist knapp, weil zwischen Rohdecke und fertigem Boden oft nur wenige Zentimeter bleiben, und das Gewicht ist begrenzt, weil ein dicker Zementestrich nicht auf alte Balken gehört. Lösen lässt sich beides mit Trockenestrich, flachen Abläufen und einer Dusche mit Wandablauf, der im Boden 7 bis 10 Zentimeter braucht, statt eines Gefälles in vier Richtungen. Festgelegt wird das, bevor die Fliesen bestellt sind.
Soll eine freistehende Wanne kommen, sagen Sie es uns früh. Sie steht selten dort, wo die alte stand, sie braucht eine Zuleitung im Boden, und gefüllt bringt sie mehrere hundert Kilogramm auf wenige Punkte. Auf einer Balkendecke geht das meistens, aber erst, wenn wir wissen, wie die Balken liegen.
Frische Luft, auch wenn ein Fenster da ist
Die Villenbäder haben fast immer ein Fenster, im Winter genügt es trotzdem selten. Nach dem Duschen hängt die Feuchte im Raum, und ein kurz gekipptes Fenster holt sie nicht rechtzeitig hinaus. In den Kammerbädern an der Georg-Schwarz-Straße fehlt das Fenster ganz. In beiden Fällen setzen wir einen Lüfter mit Feuchtesensor, der zehn bis zwanzig Minuten nachläuft, sorgen für Zuluft unter der Tür und führen die Abluft über Dach oder Schacht ins Freie. Was ein solches Gerät leisten muss, steht unter Lüftung im Bad.