Wer eine bodengleiche Dusche plant, denkt zuerst an die Größe der Fläche. Die eigentliche Grenze verläuft darunter: Zwischen Rohdecke und Fliese müssen Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich übereinander Platz finden. Was dort an Höhe fehlt, gleicht auch die sorgfältigste Zeichnung nicht aus. Anders ist es beim Wandablauf: Sein Geruchsverschluss, der mit einem Wasserpolster den Kanalgeruch zurückhält, sitzt in der Vorwand. Ihm reichen 70 bis 100 Millimeter.
Zwei Begriffe gehen in Angeboten und Prospekten ständig durcheinander, und daraus entstehen die meisten Missverständnisse. Die Einbauhöhe meint nur den Ablaufkörper, so wie ihn der Hersteller angibt, ohne Gefälle, Abdichtung, Estrich und Belag. Die Aufbauhöhe reicht von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese und umfasst damit alles. Ob die Dusche bodengleich wird, zeigt allein die Aufbauhöhe, und nur sie können Sie selbst nachmessen. Bei jeder Zahl auf dieser Seite steht deshalb, welche der beiden gemeint ist.
Laut Zensus 2022 stehen 51,6 Prozent der Leipziger Wohnungen in Häusern, die bis 1949 gebaut wurden. Deren Böden bringen von der Rohdecke bis zur Fliesenoberkante häufig 12 bis 16 Zentimeter mit, Häuser aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren oft nur 8 bis 10. Die Türschwelle zum Flur gibt einen ersten Hinweis. Verlässlich wird die Zahl erst am offenen Boden.


