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Bodengleiche Dusche ohne Schwelle, der Fliesenboden fällt zum Ablauf hin ab
Meisterbetrieb für Badbau

Bodengleiche Dusche: welche Höhe der Boden hergeben muss

Für eine Dusche ohne Stufe zählt im Leipziger Altbau jeder Zentimeter unter der Fliese. Mit Standard-Punktablauf sind von der Rohdecke bis zur Fliesenoberkante 120 bis 150 Millimeter Aufbauhöhe nötig.

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Über die Dusche entscheidet die Höhe unter der Fliese

Wer eine bodengleiche Dusche plant, denkt zuerst an die Größe der Fläche. Die eigentliche Grenze verläuft darunter: Zwischen Rohdecke und Fliese müssen Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich übereinander Platz finden. Was dort an Höhe fehlt, gleicht auch die sorgfältigste Zeichnung nicht aus. Anders ist es beim Wandablauf: Sein Geruchsverschluss, der mit einem Wasserpolster den Kanalgeruch zurückhält, sitzt in der Vorwand. Ihm reichen 70 bis 100 Millimeter.

Zwei Begriffe gehen in Angeboten und Prospekten ständig durcheinander, und daraus entstehen die meisten Missverständnisse. Die Einbauhöhe meint nur den Ablaufkörper, so wie ihn der Hersteller angibt, ohne Gefälle, Abdichtung, Estrich und Belag. Die Aufbauhöhe reicht von der Rohdecke bis zur Oberkante der fertigen Fliese und umfasst damit alles. Ob die Dusche bodengleich wird, zeigt allein die Aufbauhöhe, und nur sie können Sie selbst nachmessen. Bei jeder Zahl auf dieser Seite steht deshalb, welche der beiden gemeint ist.

Laut Zensus 2022 stehen 51,6 Prozent der Leipziger Wohnungen in Häusern, die bis 1949 gebaut wurden. Deren Böden bringen von der Rohdecke bis zur Fliesenoberkante häufig 12 bis 16 Zentimeter mit, Häuser aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren oft nur 8 bis 10. Die Türschwelle zum Flur gibt einen ersten Hinweis. Verlässlich wird die Zahl erst am offenen Boden.

Offene Vorwand mit Steigleitung, in der später der Geruchsverschluss eines Wandablaufs sitzt

Wie viel Höhe die Ablaufsysteme verlangen

Die Spalte Einbauhöhe zeigt den Ablaufkörper allein, die Spalte Aufbauhöhe den kompletten Schichtenaufbau von der Rohdecke bis zur Oberkante der Fliese. Mit der Höhe, die Ihr Boden bietet, vergleichen Sie immer die Aufbauhöhe.

Ablaufsystem Einbauhöhe (nur Ablaufkörper) Aufbauhöhe (Rohdecke bis Fliesenoberkante) Typischer Einsatz
Punktablauf, Standardbauform, waagerechter Abgang DN 50 90 bis 110 mm 120 bis 150 mm Regelfall in der Sanierung
Punktablauf, flach oder extraflach 65 bis 90 mm 95 bis 120 mm Altbau mit wenig Höhe
Duschrinne im Boden, Standardbauform 90 bis 120 mm 120 bis 150 mm großformatige Fliesen
Duschrinne, flache Bauform 65 bis 90 mm 95 bis 120 mm Rinne trotz knapper Höhe
Wandablauf oder Wandablaufrinne rund 70 mm, in der Vorwand 70 bis 100 mm Boden mit sehr wenig Höhe
Extraflache Duschfläche, aufgesetzt entfällt kein Bodenaufbau, Einstieg 25 bis 35 mm letzter Ausweg ohne Bodenhöhe

Einen Punktablauf mit senkrechtem Abgang, dessen Rohr nach unten durch die Decke führt, setzen wir in der Sanierung so gut wie nie. Auf ein Leipziger Gebäude mit Wohnraum kommen laut Zensus 2022 im Schnitt 5,6 Wohnungen; unter dem Bad liegt also meist eine andere Wohnung. Ob die Decke geöffnet werden darf und Platz für das Rohr bietet, beurteilt ein Tragwerksplaner.

Was in keinem Prospekt steht, entscheidet die Planung oft endgültig: der Weg bis zum Fallrohr, dem senkrechten Abwasserstrang des Hauses. Die Leitung dorthin braucht 1 bis 2 Zentimeter Gefälle je Meter, bei drei Metern Abstand also bis zu 6 Zentimeter zusätzliche Höhe am Ablauf. Im Leipziger Gründerzeithaus liegt der Strang häufig an der Hofseite oder im Küchenschacht. Die neue Dusche entsteht darum in der Regel am Platz der alten Wanne.

Das richtige Gefälle liegt bei 1,5 bis 2 Prozent

Die Größe der Duschfläche folgt dem Grundriss

Die Maße der Duschfläche sind leichter festzulegen als die Aufbauhöhe, denn dafür genügt ein Blick auf den Grundriss. 80 mal 80 Zentimeter sind das Minimum, ab 90 mal 90 duscht es sich bequem. Als stufenlose Bewegungsfläche fordert die Norm für barrierefreie Wohnungen, DIN 18040-2, 120 mal 120 Zentimeter. Wo vorher eine 170 Zentimeter lange Wanne in der Nische stand, entstehen meist 160 mal 75 Zentimeter oder, mit einem Stück Vorwand, 120 mal 90.

Passende Größen, Einstiegsbreiten und Duschabtrennungen beschreibt die Seite Duschtasse Maße im Einzelnen. Im Leipziger Gründerzeithaus wurde das Bad nach unserer Beobachtung oft nachträglich in eine frühere Kammer oder einen Flurbereich gesetzt und misst dann 3 bis 5 m². Wie viel Bewegungsfläche neben der Dusche frei bleiben sollte, zeigen die Seiten kleines Bad und barrierefreies Bad.

Der Ablauf muss mehr abführen, als die Brause liefert

Eine gewöhnliche Handbrause gibt 8 bis 12 Liter pro Minute ab, eine große Kopfbrause 15 bis 25. Ein Bodenablauf in DN 50 muss nach DIN EN 1253 mindestens 0,8 Liter je Sekunde abführen. Marktübliche Modelle schaffen 0,8 bis 0,9, also 48 bis 54 Liter je Minute. Gemessen wird allerdings bei 20 Millimetern Stauhöhe über dem Rost, und so hoch steht das Wasser in einer Dusche ohne Schwelle kaum je. Für eine Brause genügt der Ablauf, für zwei zugleich wird es knapp.

Im Geruchsverschluss stehen üblicherweise 50 Millimeter Sperrwasser, die Kanalgerüche im Rohr halten. Es gibt flachere Siphons, doch sie verlangen eine Dusche, die regelmäßig läuft: Sonst verdunstet das Wasser, und aus dem Abfluss riecht es. Außerdem muss sich das Haarsieb ohne Werkzeug herausnehmen lassen. Andernfalls reinigt es niemand.

Bodengleich im Altbau und im Plattenbau

Liegt unter dem Bad eine Betondecke, ist die Rechnung meist schnell gemacht, denn an der Decke selbst lässt sich kaum etwas ändern. So ist es im Plattenbau, etwa in Grünau, wo das innenliegende Bad mit 3 bis 3,5 m² oft als Sanitärzelle aus Beton oder glasfaserverstärktem Kunststoff eingesetzt wurde. In den Beton hinein stemmen wir nur, wenn Statik und Bewehrung, also die Stahleinlagen der Decke, es zulassen. Die Freigabe dafür gibt ein Tragwerksplaner.

Anders über einer Holzbalkendecke, wie sie nach unserer Erfahrung in den Obergeschossen Leipziger Gründerzeithäuser die Regel ist. Einen schwimmenden Zementestrich bauen wir dort selten ein, schon wegen seines Gewichts. Nach DIN 18560-2 braucht er rund 45 Millimeter über der Dämmung, das sind etwa 90 Kilogramm je Quadratmeter. Fliesen und Kleber bringen gut 25 dazu. Diese ständige Last kommt zur vorhandenen hinzu, und die Nutzlast, die für Menschen und Möbel vorgesehen ist, darf sie nicht aufbrauchen. Ob die Balken das tragen, entscheidet der Statiker.

Deshalb bauen wir über Holzbalken trocken: Ein Duschelement aus Hartschaum bildet Gefälle und Untergrund in einem, Trockenestrichplatten schließen daneben an, und das Abwasserrohr vom Wandablauf läuft zwischen den Balken. Ein Balken wird dafür weder durchbohrt noch ohne Freigabe des Statikers angeschnitten. Holzbalken federn unter Last leicht nach, und genau das zerreißt starre Fugen. Unter die Fliesen gehören deshalb eine steife Platte und eine Entkopplungsmatte, die die Bewegung abfängt. Weiteres dazu steht unter Bad im Altbau.

Dampfdusche in einem innenliegenden Altbaubad ohne Fenster

Ohne Verbundabdichtung keine bodengleiche Dusche

Ohne Verbundabdichtung nach DIN 18534 wird jede bodengleiche Dusche zum Wasserschaden, den man nur noch nicht sieht. Die Abdichtung liegt direkt unter dem Fliesenkleber und deckt den ganzen Boden ab, an den Wänden bis mindestens 20 Zentimeter über die höchste Entnahmestelle. Ecken, Kehlen und Rohrdurchführungen sichern Dichtbänder und Manschetten. Viele Leipziger Altbaubäder stammen aus der Sanierungswelle der Neunzigerjahre und sind nach damaligem Stand abgedichtet, darauf bauen wir nicht auf. Den Nachweis der neuen Abdichtung erhalten Sie für Ihre Unterlagen, siehe Gewährleistung.

Drei Fehler, die sich nachträglich nicht beheben lassen

Bei einer bodengleichen Dusche gibt es drei Stellen, an denen ein Fehler endgültig ist. Alle drei hängen an dem, was unter der Fliese liegt, und jede Korrektur hieße, den fertigen Boden wieder aufzunehmen.

Der erste Fehler betrifft die Reihenfolge. Eine Skizze der Duschfläche vor dem Messen der Aufbauhöhe ist Planung ins Blaue; am Anfang steht das Maß aus dem Boden. Der zweite ist ein zu steiles Gefälle. Schon bei 3 Prozent steht der Hocker schräg, und ein Teil des Wassers erreicht den Ablauf nicht, sondern landet im Raum.

Der dritte Fehler passiert an der Glaswand. Auf der Gefällekante verliert sie das Lot, und am Fuß bleibt ein Spalt, den keine Fuge unsichtbar macht. Ihr Platz neben der Kante wird deshalb vor der Bestellung festgelegt, denn das Glas entsteht auf Maß und lässt sich danach nicht mehr anpassen.

Wir messen die Höhe in Ihrem Leipziger Bad nach

Wir arbeiten in ganz Leipzig und im Umland, also auch in Markkleeberg, Taucha, Schkeuditz und Markranstädt. Abbruch, Installation, Abdichtung und Fliesenlegen übernehmen wir als ein Betrieb. Bei der bodengleichen Dusche zählt das besonders, denn gerade an der Abdichtung sucht im Schadensfall jedes getrennt beauftragte Gewerk die Ursache beim anderen.

Beim ersten Termin bestimmen wir die verfügbare Höhe aus Türschwelle und Anschlusshöhen, wo möglich auch am geöffneten Belag, und messen den Abstand zum Fallrohr. Danach wissen Sie, welcher Ablauf infrage kommt: Punktablauf, Rinne, Wandablauf oder als letzte Lösung eine aufgesetzte, extraflache Duschfläche. Der Termin kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Vereinbaren lässt er sich telefonisch unter 01579 2834950.

Der Tausch von der Wanne zur bodengleichen Dusche kostet in Leipzig in der Regel 3.500 bis 8.000 Euro und dauert drei bis fünf Arbeitstage. Wo Ihr Bad in dieser Spanne liegt, hängt von Ablaufsystem, Decke und Leitungen ab; den Festpreis nennen wir nach dem kostenlosen Ersttermin. Den Ablauf des Umbaus zeigt die Seite Dusche statt Wanne.

Häufige Fragen

Welche Aufbauhöhe braucht eine bodengleiche Dusche?

Mit einem Standard-Punktablauf in DN 50 sind es 120 bis 150 Millimeter, gemessen von der Rohdecke bis zur Oberkante der Fliese. Flache Punktabläufe und flache Rinnen kommen mit 95 bis 120 aus, ein Wandablauf mit 70 bis 100, weil sein Geruchsverschluss in der Vorwand sitzt. Hinzu kommt das Gefälle der Leitung bis zum Fallrohr, 1 bis 2 Zentimeter je Meter. Die Höhe in Ihrem Bad messen wir im kostenlosen Ersttermin.

Wie viel Gefälle braucht der Boden einer bodengleichen Dusche?

1,5 bis 2 Prozent, also 1,5 bis 2 Zentimeter je Meter. Bei 100 mal 100 Zentimetern mit mittigem Punktablauf ergibt das rund 1 Zentimeter vom Rand zum Ablauf, bei 120 Zentimetern Tiefe mit Rinne an der Wand 1,8 bis 2,4 Zentimeter. Unter 1,5 Prozent bleiben Pfützen stehen, über 2,5 Prozent steht ein Duschhocker unsicher. Das passende Gefälle legen wir nach dem Aufmaß, dem Ausmessen Ihres Bades, im Ersttermin fest.

Wie finde ich heraus, ob die Höhe in meinem Bad reicht?

Mit drei Messungen: Türschwelle, Höhe des alten Ablaufs und Abstand zum Fallrohr. Die Schwelle zum Flur verrät ungefähr, wie dick der alte Bodenaufbau ist, und je Meter Leitung gehen 1 bis 2 Zentimeter Gefälle ab. Im Leipziger Altbau liegen häufig 12 bis 16 Zentimeter vor, in Häusern der Fünfziger- bis Siebzigerjahre oft nur 8 bis 10. Verlässlich wird die Zahl am offenen Boden, deshalb messen wir im Ersttermin nach.

Ist eine bodengleiche Dusche auf einer Holzbalkendecke möglich?

Oft ja, aber ohne schwimmenden Zementestrich. Der braucht nach DIN 18560-2 rund 45 Millimeter über der Dämmung und wiegt etwa 90 Kilogramm je Quadratmeter, Fliesen und Kleber bringen gut 25 dazu. Diese ständige Last kommt zur vorhandenen hinzu; ob die Balken sie tragen, entscheidet der Statiker. Wir bauen deshalb trocken auf, mit Duschelement aus Hartschaum, Trockenestrich und Wandablauf. Ob das in Ihrem Altbau passt, klären wir im Ersttermin.

Duschrinne oder Punktablauf: Was eignet sich besser?

Bei Fliesen ab etwa 30 mal 30 Zentimetern meist die Rinne. Ein mittiger Punktablauf braucht vier Gefälleflächen, für die große Platten zugeschnitten werden, deshalb liegt dort oft Mosaik. Eine Bodenrinne an der Wand erzeugt nur eine geneigte Fläche, so passen Platten bis 60 mal 120 Zentimeter. Sie kostet an Material 200 bis 600 Euro mehr, je nach Modell, braucht aber nicht mehr Höhe. Den Festpreis nennen wir nach dem kostenlosen Ersttermin.

Was hilft, wenn die Aufbauhöhe nicht reicht?

Zwei Auswege: zuerst der Wandablauf, dann die extraflache Duschfläche. Beim Wandablauf sitzt der Geruchsverschluss in der Vorwand, deshalb genügen 70 bis 100 Millimeter von der Rohdecke bis zur Fliese. Reicht auch das nicht, setzen wir eine extraflache Duschfläche aus Mineralwerkstoff auf den Boden; der Ablauf liegt in ihr, der Einstieg misst nur 25 bis 35 Millimeter statt rund 60 Zentimetern über einen Wannenrand. Welcher Weg passt, zeigt das Aufmaß im Ersttermin.

Erfahrungen

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Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Leipzig. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.

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Begehbare Dusche mit Lichtnische, Beispiel für eine Badsanierung in Leipzig
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