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Asbest bei der Badsanierung in Leipzig
In Leipziger Bädern, die vor 1995 zuletzt gefliest wurden, kann Asbest im Kleber sitzen, unsichtbar unter der Fliese. Zwei bis vier Laborproben für 100 bis 300 Euro klären das vor dem Abbruch.
4,9 von 5bei Googlefür unseren Betrieb in LeipzigWarum gerade im Bad mit Asbest zu rechnen ist
Wer an Asbest denkt, denkt an graue Wellplatten auf dem Schuppen oder an die Dämmung hinter einem alten Nachtspeicherofen. Das Bad hat kaum jemand auf der Liste. Dabei liegt der Stoff hier nicht offen, sondern als dünne Schicht unter der Fliese und unter dem Bodenbelag, wenige Millimeter stark und von außen nicht zu erkennen.
Hinzu kommt, wie eine Badsanierung anfängt: mit Abbruch. Fliesen werden abgeschlagen, Kleber wird abgefräst, der Boden geht auf. Genau diese Arbeiten lösen aus einem fest gebundenen Material Fasern und tragen sie in die Raumluft. Ein asbesthaltiger Kleber hinter einer heilen Fliese tut niemandem etwas. Gefährlich wird er in dem Moment, in dem die Maschine ansetzt.
Wir klären die Frage deshalb vor dem Angebot und nicht am dritten Bautag. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Baujahre in Leipzig betroffen sind, wie eine Probe den Verdacht ausräumt oder bestätigt, was Labor und Sanierung kosten und was ein Fund für Zeitplan und Festpreis bedeutet.

Verbot seit 1993: welche Bäder unter Verdacht stehen
Asbest durfte in Deutschland bis zum 31. Oktober 1993 verarbeitet werden, in der gesamten EU erst ab 2005 nicht mehr. Lagerbestände gingen danach noch ein bis zwei Jahre in den Handel. Als verdächtig gilt deshalb jedes Bad, das vor 1995 gebaut oder zuletzt gefliest wurde.
Ausschlaggebend ist, wann das Bad zuletzt erneuert wurde, nicht das Alter des Gebäudes. Für Leipzig ist das eine gute Nachricht, denn zwischen 1995 und 2000 wurden hier rund 11.000 Gründerzeithäuser saniert, in Plagwitz und Gohlis ganze Straßenzüge. Ein Bad von 1904, das 1998 neu gefliest wurde, ist unverdächtig. Verdächtig bleibt die Wohnung, deren Bad in den siebziger oder achtziger Jahren eingebaut wurde und seitdem niemand angefasst hat, ob als Kammerbad im unsanierten Hinterhaus oder als Sanitärzelle in einem Plattenbau in Grünau. Fragen Sie Hausverwaltung, ältere Nachbarn und alte Rechnungen; die wissen meist mehr als jeder Blick auf die Fliese.
Seit der Neufassung der Gefahrstoffverordnung Ende 2024 ist das Erkunden Pflicht und keine Höflichkeit mehr. Vor Arbeiten an Gebäuden mit Baujahr vor 1993 muss geklärt werden, ob Asbest verbaut ist, und wer den Auftrag vergibt, muss dem Betrieb alles mitteilen, was er darüber weiß. Beim ersten Termin fragen wir das deshalb von selbst ab.

Fünf Stellen, an denen Asbest im Bad sitzt
In Bädern aus den Jahren vor 1995 begegnen uns vor allem fünf Fundorte.
Fliesenkleber. Der häufigste Fall. Zwischen 1960 und 1990 wurden Kleber mit Asbestanteil verarbeitet, meist liegt der Gehalt unter fünf Prozent. Von außen unterscheidet ihn nichts von einem unbelasteten Kleber. Heikel ist er, weil keine Fliese abgeht, ohne dass der Kleber darunter zerbröselt.
Spachtel- und Putzmassen. Zwischen Kleber und Untergrund steckt oft eine Ausgleichsschicht, die ebenfalls Asbest enthalten kann, häufig unter einem Prozent. Solche Spuren findet nur das Rasterelektronenmikroskop; das einfache Polarisationsmikroskop sieht darüber hinweg.
Bodenbeläge. Zwei Formen: feste Vinylplatten mit 25 oder 30 Zentimetern Kantenlänge, gern auf schwarzem Bitumenkleber, und Cushion-Vinyl als Bahn mit einer weichen, grauweißen Rückseite aus Asbestpappe. Die Bahn ist der unangenehmere Fall, dazu weiter unten mehr.
Fensterbänke und Leichtbauplatten. Innenfensterbänke aus Asbestzement gehören zu den Sechzigern und Siebzigern, dazu Platten hinter Heizkörpern und vor Revisionsöffnungen.
Lüftungsleitungen. In fensterlosen Bädern führt die Abluft oft durch Rohre aus Asbestzement in den Schacht. Bleiben sie zu, sind sie harmlos. Soll dort ein neuer Lüfter angeschlossen werden, wird am Rohr gearbeitet, und es greifen dieselben Vorschriften wie beim Kleber. Wie sich ein Bad ohne Fenster sicher entlüften lässt, erklärt die Seite Badlüftung.
Entscheidend ist, wie fest die Fasern gebunden sind. In Asbestzement, Vinylplatten und Fliesenkleber stecken sie in einer harten Matrix und lösen sich erst beim Brechen, Schleifen oder Fräsen. In Asbestpappe, Dichtschnüren und alten Isolierungen liegen sie fast frei, geben schon bei leichter Berührung Fasern ab und verlangen beim Ausbau entsprechend mehr Aufwand.
Welche Anzeichen zählen und welche nicht
Gewissheit liefert nur das Labor. Einige Beobachtungen verdichten einen Verdacht aber so weit, dass eine Probe fällig wird:
- Das Bad stammt aus der Zeit vor 1995 oder wurde damals zuletzt gefliest.
- Der Boden ist mit harten Kunststoffplatten belegt, Kantenlänge 25 oder 30 Zentimeter.
- Ein alter Belag von der Rolle hat auf der Unterseite eine weiche, graue Pappschicht.
- Unter dem Belag haftet eine schwarze Klebemasse, zäh wie Teer.
- Die innere Fensterbank besteht aus einem grauen, harten Material, das weder Stein noch Kunststoff ist.
- Ein Rohr aus grauem Faserzement verschwindet im Lüftungsschacht.
Keine Aussagekraft haben dagegen die Merkmale, die in Foren kursieren. Farbe, Härte und Geruch des Klebers verraten nichts. Auch wenn jede Fliese fest haftet und nirgends etwas bröckelt, kann Asbest darunter stecken. Ein Schnelltest aus dem Baumarkt taugt ebenfalls nicht, weil weder die Probenahme noch die Nachweisgrenze unter Kontrolle sind.
Es gilt auch der umgekehrte Fall: Ein unbelasteter Fliesenkleber spricht das übrige Bad nicht frei. Kleber, Spachtel und Bodenbelag stammen oft aus unterschiedlichen Jahren und werden deshalb getrennt untersucht. Zwei saubere Befunde in einem Bad von 1976 sind erfreulich, aber kein Freibrief für den dritten Baustoff.

Weshalb der Abbruch nicht in Ihre Hände gehört
Dafür gibt es zwei Gründe, und keiner lässt sich wegdiskutieren.
Der erste steht im Gesetz. Die Gefahrstoffverordnung untersagt Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen; erlaubt bleiben allein Abbruch, Sanierung und Instandhaltung, und auch diese nur durch sachkundige Betriebe. Das gilt in der eigenen Wohnung genauso wie auf jeder Baustelle. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, und wenn später ein Schaden entsteht, prüfen Gebäude- und Haftpflichtversicherer sehr genau, ob sie überhaupt zahlen müssen.
Der zweite Grund ist Ihre Gesundheit. Eine lungengängige Asbestfaser ist dünner als drei Mikrometer und länger als fünf, der Körper baut sie nicht ab, und zwischen Belastung und Erkrankung liegen 15 bis 40 Jahre. Einen Grenzwert, unter dem nichts passiert, gibt es nicht. Als Toleranzkonzentration gelten 100.000 Fasern pro Kubikmeter Luft, als Akzeptanzkonzentration 10.000. Ein Winkelschleifer, der trocken durch asbesthaltigen Kleber geht, liegt nach wenigen Minuten weit über beiden Werten.
Anschließend ist nicht mehr das Bad das Problem, sondern die ganze Wohnung. Die Fasern wandern über den Flur in Teppiche, Polster und Hausstaub, und ein normaler Staubsauger wirbelt sie eher auf, als dass er sie bindet. Die Feinreinigung einer belasteten Wohnung durch einen Fachbetrieb kostet regelmäßig mehr als das neue Bad. Hier zu sparen ist die teuerste Entscheidung der ganzen Baustelle.

Materialprobe, Labor und was beides kostet
Eine Probe zu nehmen dauert wenige Minuten, verlangt aber geübte Hände. Die Stelle wird befeuchtet, ein kleines Stück Kleber mit Untergrund herausgelöst, luftdicht verpackt und beschriftet, die Öffnung danach wieder verschlossen. Gebohrt oder geschliffen wird nicht, sonst erzeugt die Probenahme genau die Fasern, die sie ausschließen soll.
Das Labor berechnet je Probe 30 bis 80 Euro und meldet den Befund nach zwei bis fünf Werktagen. Spachtelmassen mit Anteilen unter einem Prozent brauchen das Rasterelektronenmikroskop für 80 bis 150 Euro. Für eine Raumluftmessung nach VDI 3492 fallen 350 bis 700 Euro an; vor dem Umbau ist sie selten nötig, nach einer Asbestsanierung dagegen vorgeschrieben.
In einem gewöhnlichen Bad genügen zwei bis vier Proben: Kleber an der Wand, Kleber am Boden, Bodenbelag und bei Bedarf die Spachtelmasse. Mit 100 bis 300 Euro klären Sie also eine Frage, von der mehrere tausend Euro abhängen. Für den ersten Termin können Sie zwischen einem Besuch bei Ihnen und einem Videocall wählen. Proben ziehen wir aber nur im Bad selbst, und ob sich die Anfahrt lohnt, besprechen wir vorab mit Ihnen.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
TRGS 519: die Regeln für den Fachbetrieb
Bestätigt das Labor den Verdacht, greift die Technische Regel für Gefahrstoffe 519. Sie legt fest, wer die Arbeit machen darf und unter welchen Bedingungen, und sie lässt sich auf jeder Baustelle überprüfen.
- Sachkunde. Ohne behördlich anerkannten Sachkundenachweis nach TRGS 519 darf kein Betrieb an Asbest arbeiten, und solange gearbeitet wird, ist eine sachkundige Aufsichtsperson vor Ort.
- Anzeige. Die Arbeiten werden der Arbeitsschutzbehörde des Freistaates Sachsen spätestens sieben Kalendertage vor Beginn angezeigt, zusammen mit einem Arbeitsplan.
- Ausrüstung. Einwegschutzanzüge, Atemschutz mit P3-Filter oder Gebläse, ein Industriesauger der Staubklasse H mit Asbestzulassung und Wasser statt trockener Bearbeitung.
- Abschottung. Das Bad wird gegen die Wohnung abgeklebt, bekommt eine Personenschleuse und steht unter dauerhaftem Unterdruck, üblich sind acht Luftwechsel je Stunde.
- Entsorgung. Asbestabfall wird staubdicht verpackt, mit dem Abfallschlüssel 17 06 05 deklariert und zu einer zugelassenen Deponie gebracht. Im Bauschuttcontainer vor dem Haus hat er nichts verloren.
- Freimessung. Bevor der Raum freigegeben wird, prüft eine Messung nach VDI 3492 die Raumluft. Der Wert muss unter 500 Fasern je Kubikmeter liegen.
Wer Ihnen anbietet, den Kleber ohne diesen Aufwand eben vorsichtig herunterzuholen, handelt gegen geltendes Recht und überlässt Ihnen die Folgen. Für Kleinmengen kennt die TRGS 519 Erleichterungen, etwa bei einer einzelnen Fensterbank, doch Sachkunde, Absaugung und saubere Entsorgung bleiben auch dort Pflicht. Ein ganzes Bad fällt unter keine dieser Ausnahmen.
So läuft die Asbestsanierung in einem Bad ab
Der Weg ist bei sechs Quadratmetern Fliesenkleber derselbe wie bei einer einzelnen Fensterbank. Nach dem Laborbefund entsteht der Arbeitsplan, die Anzeige geht an die Behörde, und die Frist von sieben Kalendertagen beginnt. In dieser Woche wählen Sie Fliesen, Armaturen und Keramik aus.
Den ersten Arbeitstag braucht die Abschottung: Türen und Lüftungsöffnungen abdichten, Boden und Wände mit Folie belegen, eine Schleuse vor die Badtür setzen, das Unterdruckgerät starten. Der Ausbau selbst erfolgt nass und mit Absaugung direkt an der Maschine, das Material geht ohne Umweg in den Big Bag. Feinreinigung und Messung schließen sich an; freigegeben wird erst, wenn das Messergebnis vorliegt.
Danach startet die Badsanierung, um die es Ihnen eigentlich geht: Rohinstallation, Abdichtung, Fliesen, Montage. Wie diese Phasen aufeinander folgen, lesen Sie unter Badsanierung Ablauf, und was der Kalender insgesamt hergibt, unter Bauzeit.
Die Asbestsanierung übernehmen nicht unsere eigenen Leute, sondern ein Partnerbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519, den wir dafür regelmäßig hinzuziehen. Für Sie bleibt alles beim Alten: ein Ansprechpartner, ein Zeitplan, ein Angebot.
Zeit und Geld: was ein Fund zusätzlich kostet
Beim Zeitplan trügt der erste Blick. Bei belastetem Fliesenkleber ist der Fachbetrieb drei bis sechs Arbeitstage mit Abschotten, Ausbauen und Reinigen beschäftigt; einen einzelnen Bodenbelag holt er in ein bis zwei Tagen heraus. Labor, Anzeigefrist und Freimessung liegen dazwischen und dehnen das Ganze auf zwei bis drei Kalenderwochen. Bei früher Klärung fällt das kaum ins Gewicht, denn die Fristen verstreichen, während Sie noch planen.
In Leipzig liegen die Kosten meist in diesen Spannen:
| Fund | Zusätzliche Bauzeit | Was das in Leipzig meist kostet |
|---|---|---|
| Laboranalyse, zwei bis vier Proben | keine | 100–300 € |
| Fensterbank oder Lüftungsrohr aus Asbestzement | 1 Arbeitstag | 400–1.200 € |
| Vinylbelag, 6 m² (Bahn oder Platten) | 1 bis 2 Arbeitstage | 1.500–2.500 € |
| Kleber unter Wand- und Bodenfliesen, 25 bis 30 m² | 3 bis 6 Arbeitstage | 3.000–7.000 € |
| Abschließende Freimessung (VDI 3492) | inbegriffen | 350–700 €, in den Zeilen darüber enthalten |
In den Sanierungszeilen stecken Abschottung, Ausbau, Entsorgung und Messung. Teurer wird es vor allem durch den Zugang: ein Bad im vierten Geschoss eines Gründerzeithauses ohne Aufzug, ein enges Treppenhaus im Seitenflügel oder ein Raum, der nur über den Wohnungsflur erreichbar ist. Kommt ohnehin alles heraus, sinkt der Preis, weil nichts Verbleibendes aufwendig abgedeckt werden muss.
Alle genannten Beträge fallen zusätzlich zur eigentlichen Badsanierung an, deren Preise die Seite Badsanierung Kosten aufschlüsselt. Worauf im Gründerzeithaus sonst noch zu achten ist, beschreibt die Seite Bad im Altbau.
Der Festpreis bleibt, auch bei einem Fund
Ein Asbestfund ist der klassische Moment, in dem Angebote platzen. Wir planen ihn deshalb ein wie jedes Risiko alter Bausubstanz, mit einem Betrag, der vorab im Angebot steht.
Stammt Ihr Bad aus dem Verdachtszeitraum, nehmen wir die Asbestsanierung als Vorbehaltsposition auf, je nach Fläche und Zugang meist mit 3.000 bis 7.000 Euro. Weist das Labor Asbest nach, ist dieser Betrag bereits vereinbart, noch bevor jemand eine Fliese anrührt. Bleibt der Befund sauber, streichen wir die Position ersatzlos, und auf Ihrer Rechnung erscheint sie nie. Nachverhandelt wird auf der Baustelle deshalb nichts.
Häufig erübrigt sich die Frage bei einer Badrenovierung: Die alten Fliesen bleiben und werden überbaut, abgetragen wird nichts. Ob das bei Ihnen geht, hängt von Untergrund und Aufbauhöhe ab; beides prüfen wir, bevor wir ein Angebot schreiben.
Ein Angebot, das bei einem Bad von 1975 kein Wort über Asbest verliert, ist nicht günstig, sondern lückenhaft. Haken Sie nach, bevor Sie unterschreiben. Vier Dinge gehören schriftlich hinein:
- wer die Proben zieht und was sie kosten,
- ob der Betrieb selbst die Sachkunde nach TRGS 519 hat oder einen Partner beauftragt,
- welcher Betrag für den Fall eines Fundes eingestellt ist,
- wer die Freimessung bezahlt.
Ohne diese Angaben wird nichts billiger; die Frage kommt nur später, auf der Baustelle.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Brauchen Sie allein die Asbestsanierung und wollen das Bad danach in Eigenleistung bauen, sind Sie bei einem reinen Sanierungsunternehmen richtig. Wir kommen für den ganzen Umbau, nicht für den Rückbau allein.
Fliesen schlagen wir nicht ab, solange ein Verdacht offen ist. Auch nicht auf ausdrücklichen Wunsch, nicht gegen Unterschrift und nicht, weil die Wahrscheinlichkeit klein wäre. Ebenso wenig setzen wir für Asbest pauschal einen Aufschlag an, solange keine Probe vorliegt; jede solche Zahl wäre für Sie wie für uns bloß geraten. Von anderen Betrieben begonnene Baustellen führen wir nicht weiter, ein geöffnetes Bad mit ungeklärtem Befund schon gar nicht.
Der erste Termin, auch mit Asbestverdacht
Ein Verdacht ist kein Grund, das alte Bad zu behalten. Sein Platz ist im Angebot, nicht im laufenden Umbau.
Sie erreichen uns unter 01579 2834950, montags bis freitags zwischen 7 und 16:30 Uhr, oder über das Formular auf dieser Seite. Nennen Sie uns dabei das Jahr, in dem Ihr Bad zuletzt gemacht wurde; diese eine Angabe sagt schon, ob ein Verdacht überhaupt besteht. Danach vereinbaren wir den ersten Termin, vor Ort oder per Videocall. Er kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Am Ende halten Sie einen Festpreis in der Hand, der auch das berücksichtigt, was sich unter den alten Fliesen verbergen könnte.
Häufige Fragen
In welchen Baujahren muss ich in Leipzig mit Asbest im Bad rechnen?
Bei allem, was vor 1995 gebaut oder zuletzt gefliest wurde. Asbest war in Deutschland bis Ende Oktober 1993 zugelassen, und Lagerware wurde danach noch ein bis zwei Jahre lang verarbeitet. Es zählt das Jahr der letzten Badsanierung, nicht das Baujahr des Hauses: Ein Gründerzeitbad, das 1998 erneuert wurde, ist unverdächtig, eine seit den Siebzigern unberührte Sanitärzelle oder ein Kammerbad aus den Achtzigern dagegen schon.
Wo versteckt sich Asbest in einem Badezimmer?
Meist im Fliesenkleber und in den Spachtel- und Ausgleichsmassen darunter. Dazu kommen Bodenbeläge, nämlich Vinylplatten mit 25 oder 30 Zentimetern Kantenlänge und Cushion-Vinyl, dessen Unterseite aus Asbestpappe besteht. Weniger häufig, aber immer wieder stoßen wir auf Innenfensterbänke aus Asbestzement, Abluftrohre in fensterlosen Bädern und Dichtschnüre an alten Rohrdurchführungen. Fest gebundene Materialien werden erst beim Bearbeiten kritisch, Asbestpappe schon bei Berührung.
Kann ich asbesthaltigen Fliesenkleber selbst erkennen?
Nein, mit dem Auge nicht. Belasteter Kleber sieht aus wie jeder graue Fliesenkleber, der Anteil liegt meist unter fünf Prozent, und Farbe, Härte oder Geruch sagen nichts. Gewissheit gibt nur eine Materialprobe, die im Labor untersucht wird. Das Baujahr, ein Plattenbelag mit 25 oder 30 Zentimetern Kantenlänge oder eine weiche Papprückseite unter dem alten Vinyl sind lediglich Hinweise, die für eine Probe sprechen.
Was kostet die Laboranalyse einer Asbestprobe?
30 bis 80 Euro pro Probe, und nach zwei bis fünf Werktagen haben Sie den Befund. Spachtelmassen mit sehr geringem Anteil brauchen das Rasterelektronenmikroskop, das 80 bis 150 Euro kostet. Eine Raumluftmessung nach VDI 3492 schlägt mit 350 bis 700 Euro zu Buche. In einem durchschnittlichen Bad genügen meist zwei bis vier Proben, sodass die Klärung insgesamt 100 bis 300 Euro kostet.
Darf ich alte Fliesen bei Asbestverdacht selbst entfernen?
Nicht, solange der Verdacht nicht ausgeräumt ist. Die Gefahrstoffverordnung verbietet Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen und erlaubt sie nur sachkundigen Betrieben als Sanierung. Ein trocken laufender Winkelschleifer setzt binnen Minuten mehr Fasern frei, als die Toleranzkonzentration von 100.000 Fasern je Kubikmeter zulässt. Diese Fasern bleiben im Hausstaub der ganzen Wohnung, und deren Reinigung kostet mehr als das neue Bad.
Was regelt die TRGS 519 bei Asbest im Bad?
Die Technische Regel für Gefahrstoffe 519 gilt für Abbruch, Sanierung und Instandhaltung an Asbest. Der ausführende Betrieb muss eine behördlich anerkannte Sachkunde nachweisen, während der Arbeiten eine sachkundige Aufsicht stellen, einen Arbeitsplan erstellen und das Vorhaben sieben Kalendertage vor Beginn der Arbeitsschutzbehörde des Freistaates Sachsen melden. Dazu kommen Abschottung mit Unterdruck, Nassbearbeitung, Sauger der Staubklasse H, deklarierte Entsorgung und die Freimessung am Ende.
Was kostet die Asbestsanierung, wenn das Bad in Leipzig 6 bis 8 Quadratmeter hat?
In Leipzig meist 3.000 bis 7.000 Euro, wenn der Kleber unter 25 bis 30 Quadratmetern Wand- und Bodenfliesen belastet ist; dieser Betrag kommt zur eigentlichen Badsanierung hinzu. Ein Cushion-Vinyl-Belag von sechs Quadratmetern kostet 1.500 bis 2.500 Euro, eine einzelne Fensterbank oder ein Abluftrohr aus Asbestzement 400 bis 1.200 Euro. In allen Beträgen stecken Abschottung, Ausbau, Entsorgung und Freimessung.
Um wie viel verlängert ein Asbestfund die Badsanierung?
Im Kalender um zwei bis drei Wochen, auf der Baustelle nur um drei bis sechs Arbeitstage. Die Differenz entsteht durch Wartezeiten: Das Labor braucht zwei bis fünf Werktage, die Anzeige bei der Behörde sieben Kalendertage, Feinreinigung und Freimessung ein bis zwei Tage. Für einen einzelnen Bodenbelag genügen ein bis zwei Arbeitstage. Klären wir den Verdacht schon vor dem Angebot, laufen die Fristen während der Planung ab und kosten kaum Bauzeit.
Wer trägt die Kosten der Asbestsanierung in einer Mietwohnung?
Die Kosten trägt der Eigentümer, denn asbesthaltige Baustoffe im Bestand gehören zur Bausubstanz, nicht zur Ausstattung der Wohnung. Wohnen Sie zur Miete, informieren Sie die Hausverwaltung schriftlich über Verdacht oder Fund und schicken den Laborbefund mit; bei Genossenschaft oder LWB ist der Bestandsverwalter der Ansprechpartner. In der Eigentumswohnung ist der Ausbau innerhalb Ihrer Wände Ihre Sache, Schacht, Steigstrang und Lüftungsleitung des Hauses zahlt die Gemeinschaft.
Bleibt es beim Festpreis, wenn das Labor Asbest findet?
Ja. Für genau diesen Fall enthält das Angebot von Anfang an eine eigene Position mit konkretem Betrag. Bei Bädern aus dem Verdachtszeitraum setzen wir für die Asbestsanierung einen Vorbehalt von meist 3.000 bis 7.000 Euro an. Bestätigt das Labor den Fund, kennen Sie den Preis längst; bleibt der Befund negativ, streichen wir die Zeile ersatzlos. Nachträge auf der Baustelle gibt es deshalb nicht.
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Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Leipzig. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.
Ihr Bad in Leipzig
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