Das Bad wird auf 24 Grad ausgelegt
Wohnräume plant man auf 20 Grad, das Bad auf 24 Grad. Diese vier Grad Unterschied erhöhen den Wärmebedarf auf gleicher Fläche je nach Haus um 20 bis 30 Prozent. Im Bad steht man nass, und nach dem Duschen muss der Dampf hinaus. Warme Flächen trocknen schneller, das schützt Putz und Fugen. Wie die Lüftung dabei hilft, steht unter Lüftung im Bad.
In Leipzig liegen 51,6 Prozent der Wohnungen in Häusern, die bis 1949 gebaut wurden (Zensus 2022). Für deren Bäder gelten meist die oberen beiden Zeilen dieser Richtwerte:
| Haus | Watt je m² | Bad mit 4 m² | Bad mit 5 m² | Bad mit 8 m² |
|---|---|---|---|---|
| Altbau ohne Dämmung | 130–150 | 520–600 W | 650–750 W | 1.040–1.200 W |
| neue Fenster, Teildämmung | 90–110 | 360–440 W | 450–550 W | 720–880 W |
| gut gedämmter Neubau | 60–75 | 240–300 W | 300–375 W | 480–600 W |
Weniger braucht ein Bad ohne Außenwand, denn ringsum liegen beheizte Räume. Das gilt für viele Gründerzeitwohnungen, deren Bad nachträglich in eine innen liegende Kammer kam, und für den Plattenbau der Serie WBS 70 mit seinem Bad von 3 bis 3,5 m². Mehr verlangt ein Eckbad unterm Dach. Genauer ist eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die jede Wand und jedes Fenster einzeln ansetzt.


