Kalibriertes Feinsteinzeug bekommt 2 Millimeter Fuge, Großformat mindestens 3, Keramik 3 bis
5. Die Farbe ist ein mittleres Grau, und auf dem Duschboden lohnt sich Epoxidharz.
Wie breit die Fuge wird, bestimmt die Maßtoleranz, nicht der Geschmack. Bei kalibriertem
Feinsteinzeug genügen 2 Millimeter, Großformat verlangt mindestens 3, ungenauer gebrannte
Keramik 3 bis 5. Unter diese Werte zu gehen, rächt sich: Fliesen weichen leicht vom Nennmaß
ab, der Belag arbeitet mit Wärme und Feuchte, und zu knappe Fugen reißen.
Wo Flächen aufeinandertreffen, also in Ecken, zwischen Wand und Boden und an jedem
Anschluss, wird statt Mörtel Silikon eingespritzt. Diese Wartungsfuge muss nach einigen
Jahren erneuert werden, was zu jeder Fliesenarbeit gehört und kein Mangel ist.
Bei der Farbe fahren Sie mit Mittelgrau am besten, eine Stufe dunkler als die Fliese. In der
Dusche wird Weiß binnen zwei Jahren grau, und zwischen dunklen Platten verrät es wie ein
Gitter jede leicht schiefe Linie. Grau dagegen altert unsichtbar und hält die Fläche ruhig.
Für den Duschboden lohnt sich Fugenmasse aus Epoxidharz. Sie saugt kein Wasser, behält ihre
Farbe und wird mit einem feuchten Tuch sauber. Weil das Einbringen mehr Zeit braucht, ist sie
teurer; an der nassesten Stelle im Bad ist das Geld gut angelegt.
Wer überhaupt keine Fugenlinien sehen möchte, findet die Lösung nicht bei der Fliese,
sondern bei einem anderen Belag: einer mineralischen Spachtelfläche, in mehreren Lagen
aufgetragen und vollständig fugenlos. Ihren Schichtaufbau, die Kosten im Vergleich zu
Feinsteinzeug und die Grenzen der Technik beschreibt die Seite
fugenloses Bad.