Zwischen Badtür und Brause liegt keine Kante, an der ein Fuß hängen bleibt, und in die Dusche gehen Sie ebenerdig hinein, ohne ein Bein anzuheben. Rutschhemmende Fliesen geben nassen Füßen sicheren Stand, und weil die Leuchten seitlich sitzen, blendet nichts. Wohin Ihre Hand auch greift, sie findet Halt.
Der eigentliche Gewinn liegt im Alltag. Sie brauchen beim Duschen keine Hilfe mehr, und zum Anziehen setzen Sie sich auf einen Hocker, der unter den unterfahrbaren Waschtisch passt. Auch frühmorgens, noch nicht ganz wach, kommen Sie sicher von der Dusche zum Handtuch. Auf diese Selbstständigkeit zielt jeder barrierefreie Umbau. Technik und Normen sind das Werkzeug dafür.
Nach Klinik muss ein barrierefreies Bad deshalb nicht aussehen. Die Stützklappgriffe neben dem WC schrauben wir an eine Traverse, einen Träger in der Wand, damit sie halten, wenn Sie sich mit ganzem Gewicht daraufstützen. Im Farbton der Armaturen gehalten, fallen sie kaum mehr auf als ein Handtuchhalter. Eine einzelne feste Glasscheibe trennt die Dusche vom Raum, und den Klappsitz sieht man nur, wenn ihn jemand herunterklappt. Großzügig wirken und jeden Zentimeter nutzen, das geht zusammen.
Unsere Planung folgt der DIN 18040-2. Pflicht ist die Norm in der eigenen Wohnung nicht, als Richtschnur bewährt sie sich trotzdem. Gibt ein Leipziger Gründerzeitbad, oft nur 3 bis 5 m² groß, die Maße nicht her, hören Sie das beim Termin vor Ort, zusammen mit der Lösung, die stattdessen trägt. Bewegungsflächen und Abstände im Detail erläutert die Seite Bad planen. Wie typische Kammerbäder im Gründerzeithaus aussehen, beschreibt die Seite zu Plagwitz.



