Von den 858 Wohngebäuden in Anger-Crottendorf stammen 321 aus der Zeit bis 1918 und 319 aus den Jahren 1919 bis 1948. Die älteren sind meist Mietshäuser von 1875 bis 1916, oft mit Tordurchfahrt, etwa an Bernhard-, Mierendorff- und Herrnhuter Straße. Die jüngeren sind Wohnanlagen mit Vorgärten wie an der Gregor-Fuchs- und der Friedrich-Dittes-Straße, dazu kommt die Sternsiedlung Ost von 1933 bis 1935. Aus DDR-Zeit stehen 75 Gebäude im Ortsteil, etwa die Blocks an der Krönerstraße, aus der Zeit ab 1991 weitere 142.
Ein Teil des Ortsteils liegt im sozialen Erhaltungsgebiet „Am Lene-Voigt-Park“, seit dem 5. Juli 2020 rechtsverbindlich. Dort braucht nach § 172 BauGB auch ein Badumbau ohne Bauantrag eine Genehmigung, über die das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung innerhalb eines Monats entscheidet (Stand Oktober 2026). Ein Bad mit Grundausstattung gilt als zeitgemäß und wird regelmäßig genehmigt, Fußbodenheizung oder ein zweites Bad prüft das Amt einzeln. In der Sternsiedlung Ost ist zudem der Außenbau denkmalgeschützt. Wo Ihr Haus liegt, prüfen wir vor dem Angebot.
Den Altbau verbindet die Sanierung seit Mitte der Neunziger. Damals bekamen sehr viele Wohnungen zugleich ein neues Bad, im Gründerzeithaus oft in der früheren Kammer, innenliegend und drei bis vier Quadratmeter groß. Ausgestattet wurde es meist nach demselben Muster: Eckwanne, weiße Standardkeramik, Fliesen im Format 20 × 25 Zentimeter und eine Abdichtung nach dem Stand jener Jahre. Wo das heute noch so aussieht, ist das Bad 25 bis 30 Jahre alt.



